Schulzeit und Ausbildung
Nach einem Ausflug von eineinhalb Jahren auf die Realschule habe ich die Schule freiwillig wieder verlassen und bin zurück auf die Hauptschule.
Nicht, weil ich zu dumm gewesen wäre, sondern weil ich aus meiner Sicht so gescheit war, dass ich die Schule möglichst schnell hinter mich bringen wollte. Ich hatte schlicht keine Lust, Dinge lernen zu müssen, von denen ich sicher war, dass ich sie in diesem Leben niemals brauchen würde – nur weil irgendjemand es vorschreibt.
Weil ich danach unbedingt eine Ausbildung machen musste - von außen dazu genötigt - obwohl ich gar nicht wusste, was ich eigentlich machen wollte, begann ich aus verschiedenen Gründen eine Lehre als Offset-Drucker. Doch schon sehr früh war mir klar, dass das nicht mein Weg war. Ich wollte weder wieder an zwei Tagen pro Woche in die Berufsschule noch mein Leben lang unter Kontrolle und Vorgaben anderer stehen.
Für mich war die Vorstellung unerträglich, mein Leben danach auszurichten, ob mir jemand frei gibt, wann ich Urlaub machen darf oder ob ich überhaupt spontan an einen See oder in die Berge fahren kann, wenn der Tag danach ruft. Urlaub beantragen, warten, hoffen, dass er genehmigt wird – das war nie meine Welt.